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Cream-Sherry – ein Geschmackserlebnis

Cream-Sherry ist ein gehaltvolles Getränk mit angenehmer Süße. Er punktet bei Liebhabern aus aller Welt mit einem breitgefächerten und gleichzeitig sehr ausgewogenen Genussspektrum. Mehr


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Was ist Cream-Sherry?

Allgemein betrachtet handelt es sich bei Sherry um einen verstärkten Weißwein, der aus Spanien stammt. Die Spirituose darf ausschließlich in Bodegas hergestellt werden, die sich in der Region Jerez im südspanischen Andalusien befinden. Hier wachsen die speziell dafür ausgewählten Traubensorten auf einem ganz besonderen Boden: dem weißen „Albariza“. Er ist extrem kalkhaltig und speichert im Winter viel Wasser, um dieses im heißen Sommer wiederum an die Pflanzen abzugeben. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren und der besondere Reifungsprozess nach dem sogenannten Solera-Verfahren verleihen dem Sherry seinen ganz besonderen Geschmack.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Varianten von Sherry. Zu den bekanntesten gehören:

  • Fino
  • Manzanilla
  • Amontillado
  • Oloroso

Unter der Bezeichnung „Cream-Sherry“ versteht man einen Sherry, der vollmundig süß schmeckt und im Mund ein samtig-cremiges Gefühl hinterlässt. Die Basis dafür bildet ein trockener bzw. halbtrockener Oloroso-Sherry. Dieser wird mit natursüßem Wein oder manchmal sogar mit gekochtem, konzentriertem Traubenmost (Arrope) verschnitten. Weiterhin gibt es noch die Variante „Pale-Cream-Sherry“. Hierfür werden anteilig Amontillado oder Fino statt Oloroso verwendet.


Ab wann bezeichnet man einen Sherry als „Cream-Sherry“?

Der Name „Cream-Sherry“ geht auf den Hersteller Harveys und dessen Produkt „Bristol Cream“ zurück, welches in den 1860er-Jahren neu auf den Markt kam. Es sollte dank reiferem Oloroso eine bessere Variante des damals bereits populären Vorgängers „Bristol Milk“ darstellen. Bei einer Vergleichsverkostung beider Sherrys sagte eine adlige Dame, wenn das alte Produkt eine „Milk“ – also „Milch“ – wäre, dann sei das neue Produkt „Cream“ - also übersetzt „Sahne“. Da Bristol Cream in den 1950er-Jahren als der meistverkaufte Sherry der Welt galt, setzte sich der Name „Cream-Sherry“ als feste Bezeichnung durch. Grundsätzlich bezeichnet man einen Cream-Sherry als solchen, wenn er zwischen 115 und 140 Gramm Restzucker besitzt.


Wie schmeckt Cream-Sherry?

Grundsätzlich erst einmal eine wichtige Faustregel für Sherry: Je dunkler die Färbung eines Sherrys ist, desto vielschichtiger und lieblicher schmeckt er. Je heller seine Farbe erscheint, desto kräftiger und trockener schmeckt er.

Cream-Sherry zeichnet sich durch eine bernsteinfarbene bis mahagonibraune Farbe aus. Sein angenehmer und intensiver Geschmack reicht je nach Hersteller und Sorte von lieblich bis süß. Gerade die Süße ist aber nicht zu extrem, was ihn wiederum sehr süffig macht. Charakteristisch ist insbesondere seine unvergleichliche Weichheit im Mund. Außerdem besitzt Cream-Sherry weitere Eigenschaften:

  • Nuancenreich
  • Mild
  • Sehr fruchtig

Hinzu können sich würzige Aromen nach gerösteten Nüssen und Weintrauben gesellen. Dank seiner ausgewogenen und harmonischen Aromen passt Cream-Sherry hervorragend zu:

  • Obst
  • Desserts jeglicher Art
  • Kräftigem Käse
  • Trockenem Gebäck

Auch als Aperitif wird er gerne getrunken.